Orthopäden setzen vermehrt auf künstliches Mini-Gelenk am Daumen

Orthopäden setzen vermehrt auf künstliches Mini-Gelenk am Daumen

Handchirurg Christian Krasny mit Patientin: Moderne OP-Methoden umfassen auch den Einsatz von kleinsten Gelenksersätzen

Sehr viele Frauen ab dem 55. Lebensjahr leiden an einer Rhizarthrose – einer Gelenksabnutzung am Daumensattelgelenk. Schmerzen, und die Unmöglichkeit, Daumen und Zeigefinger-Spitzen (zum so genannten „Präzisionsgriff“) zueinander zu führen, sind die Folgen dieser arthrotischen Erkrankung.

Tatsächlich sind es fast nur weibliche Patienten ab dem 5. Lebensjahrzehnt, die von dieser Problematik betroffen sind: „Das hängt mit dem Abbau des weiblichen Hormons Östrogen in der Menopause zusammen“, erklärt Dr. Christian Krasny, MSc., Oberarzt und Hand-Spezialteamleiter am Orthopädischen Spital Speising den Zusammenhang.

Und genau hier, in der orthopädischen Fachklinik in Wien-Speising, beschreitet man den neuesten, innovativsten Weg in der Rhizarthrose-Therapie: Hier kommen vermehrt moderne Endoprothesen zum Einsatz; die Orthopäden ersetzen also das arthrotische Sattelgelenk durch ein künstliches.

„Bisher wurde das nur sehr selten gemacht, da die herkömmlichen Materialien des künstlichen Gelenksersatzes noch nicht so perfektioniert waren“, erklärt Christian Krasny.

Moderne Materialien und OP-Techniken

Mittlerweile ist die Beschaffenheit von modernen Daumensattelgelenks-Prothesen derart optimiert, und sind innovative OP-Techniken derart fortgeschritten, dass die betroffenen Patienten eine sehr zufriedenstellende, rasche und nachhaltige Besserung ihrer Beschwerden erwarten können. Sie haben nach der Operation wieder die ursprüngliche Kraft im Daumen, um den Präzisionsgriff auszuführen.

Neueste Studien am „Hands-On-Hands“-Kongress präsentiert

Aktuelle, evidenzbasierte, Studien, die dies belegen, wurden kürzlich an der handchirurgischen Tagung „Hands On Hands“ im Orthopädischen Spital Speising in Wien vorgestellt. Dazu Dr. Krasny, der Tagungsleiter war: „Heutezutage sind die Daumen-Endoprothesen so zuverlässig wie Knie-Endoprothesen“.

Die ursprüngliche Vorgangsweise, das Trapezbein – ein knöcherner Teil des Daumensattels – zu entfernen, wird immer seltener durchgeführt. Als Mittel der Wahl, so stellt sich mehr und mehr heraus, wird sich wohl letztendlich der moderne Gelenksersatz durchsetzen.

Quelle: Orthopädisches Spital Speising GmbH Pressestelle Dr. Pierre Saffarnia / ots  //  Fotocredit: Orthopädisches Spital Speising / Kawka

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