LR Steinkellner: Jugendtaxi wird zum Jungbürger/innen-Taxi

LR Steinkellner: Jugendtaxi wird zum Jungbürger/innen-Taxi

„Jeder Alkoholunfall ist einer zu viel! Mit den neuen Regelungen erweitern wir den Benutzerkreis des Jugendtaxis zu einem Jungbürgertaxi. Es soll der Taxipreis kein Grund sein, um betrunken mit dem eigenen KFZ heimzufahren“, verdeutlicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner die Beweggründe zur Erweiterung der Richtlinie

Seit 01.01.2020 gilt eine neue Förderrichtlinie des Landes OÖ beim Bezugsalter für die Förderung Jugendtaxi. So wird durch das Infrastrukturressort das Alter der Förderberechtigten auf 26 Jahre angehoben. Bisher galt die Grenze von 14 bis 21 Jahre (ausgenommen Präsenzdienst, Studierende, Zivildienst – für diese galt auch bisher 26). Durch wesentliche Kriterien wird sichergestellt, dass das Jugendtaxi dem öffentlichen Verkehr nicht entgegenwirkt oder Parallelstrukturen entstehen.

Förderung von Jugendtaxis/Discobussen für oberösterreichische Gemeinden

Diese Förderung, die einen Beitrag zur sicheren Heimfahrt von Jugendlichen zur Nachtzeit am Wochenende bzw. an Werktagen vor Feiertagen leisten soll, erhalten oberösterreichische Gemeinden für die Inanspruchnahme eines Jugendtaxis/Discobusses.

Wer wird gefördert?

Oberösterreichische Gemeinden

Was wird gefördert?

Die Inanspruchnahme des Jugendtaxis und die Kosten für die Jugendtaxi-App.

Wie wird gefördert?

Maximal 50 Prozent der Gemeindekosten.
Als Eigenleistung der Jugendlichen ist ein Mindestanteil von 1/3 der Kosten nicht förderbar!

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

bis 31. Dezember 2019

  • Anspruchsberechtigt sind Jugendliche von 14 bis 21 Jahren sowie Zivil- bzw. Präsenzdiener, Studierende bis 26 Jahre.

ab 1. Jänner 2020

  • Anspruchsberechtigt sind Personen von 14 bis 26 Jahren
  • Selbstbehalt der Jugendlichen beträgt mindestens 1/3 der Kosten (die Abwicklung erfolgt über die Gemeinden  z.B. bei Ausgabe von Gutscheinen 1/3 des Wertes zu verrechnen oder Vereinbarung mit Taxiunternehmen, dass 1/3 des Fahrpreises von den Jugendlichen zu tragen ist).
  • Der Betrieb des Jugendtaxis erfolgt ausschließlich an Wochenenden (Freitag – Sonntag) und an Werktagen vor Feiertagen.
  • Der Betrieb des Jugendtaxis (Discobusses) ist durch die Gemeinde abzuwickeln (Antragsteller dürfen keine privaten Organisationen bzw. Unternehmen sein).
  • Mit den beauftragten, gewerblich berechtigten Beförderungsunternehmen ist seitens der Gemeinde eine mündliche oder schriftliche Vereinbarung zu treffen.
  • Vorzugsweise sollen lokale Unternehmen beauftragt werden.
  • Während der Beförderung darf kein Alkohol im Transportmittel konsumiert werden bzw. durch das Beförderungsunternehmen an die Jugendlichen verkauft werden (die Kontrolle dieser Bedingungen im laufenden Betrieb obliegt der Gemeinde).
  • Jährlicher Höchstbeitrag der Landesförderung je Gemeinde beträgt 10.000 Euro.
  • Darstellung der Eigenleistung der Jugendlichen.
  • Öffentlicher Verkehr ist nicht verfügbar.
  • Zur Gewährung einer Förderung hat die Gemeinde jährliche Mindestkosten (ohne Selbstkostenbeitrag der Jugendlichen) in Höhe von 200 Euro nachzuweisen (d.h. die jährliche Mindestfördersumme des Landes beträgt 100 Euro).

Abwicklung / Antragstellung

Ein formloses Ansuchen unter Anschluss der ausgefüllten Ausgabenübersicht-Jugendtaxi zur Führung eines Jugendtaxis/Discobusses
(verfügbar im GemNet > Gemeindeservice > OÖ GemNet–Formulare > SVD–Abteilung Verkehr: Verkehrssicherheit > Ausgabenübersicht Jugendtaxi [SVD-Verk/E-42])
ist an die Abteilung Verkehr zu richten. Bei der Einführung des Jugendtaxis sind einmalig die von der Gemeinde festgelegten Beförderungskriterien vorzulegen.

Das Ansuchen inklusive Ausgabenübersicht-Jugendtaxi ist für den Zeitraum Jänner bis Dezember der Abteilung Verkehr bis Anfang Februar des Folgejahres zu übermitteln.

Nähere Informationen

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Symbolfoto

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Attersee-Ufer schon zu 76 Prozent privat

12. 07. 2020 | Gemeinden

Attersee-Ufer schon zu 76 Prozent privat

Seemayer: Zugang zu heimischen Seen muss für alle möglich sein – Bundesforste sollen Miet- oder Pachtverträge auslaufen lassen

Brand Wohnhaus St. Lorenz

10. 07. 2020 | Einsätze

Brand Wohnhaus St. Lorenz

Am Vormittag des 10.07.2020 wurden die Feuerwehren aus St. Lorenz, Keuschen und Mondsee mit dem Einsatzstichwort "Brand Wohnhaus" alarmiert.

Räumungsübung Kindergarten Unterach

26. 06. 2020 | Top-Beiträge

Räumungsübung Kindergarten Unterach

Bei der (jährlich stattfindenden) Räumungsübung im Kindergarten Unterach am Attersee wirkten am 25. Juni 2020 alle 3 Feuerwehren der Gemeinde mit.

[ÜBUNG] - Stromunfall mit Ladekran

13. 06. 2020 | Top-Beiträge

[ÜBUNG] - Stromunfall mit Ladekran

"Traktorgespann mit Ladekran vermutlich in Stromleitung geraten" - so lautete die Alarmierung zur monatlichen Übung der Freiwilligen Feuerwehr Au-See gemei...

Wiederaufnahme Übungsbetrieb FF Au-See

30. 05. 2020 | Top-Beiträge

Wiederaufnahme Übungsbetrieb FF Au-See

Nach den vom Landesfeuerwehrverband kommunizierten Lockerungen zum Schulungs- und Übungsbetrieb fand am 29. Mai unsere Monatsübung unter Einhaltung der ent...