Lebenshilfe OÖ ist weiterhin für alle da

Lebenshilfe OÖ ist weiterhin für alle da

Die Werkstätten bleiben im Gegensatz zum ersten Lockdown geöffnet

Um einen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten, ersucht die Lebenshilfe Oberösterreich alle Angehörigen, denen es möglich ist, die Begleitung der Beschäftigten bis zum Ende des Lockdowns zu Hause zu übernehmen. Die Wohneinrichtungen sind uneingeschränkt im Betrieb. Mitarbeiter*innen von Werkstätten helfen in den Wohnhäusern aus und nehmen fallweise die Arbeit mit in die Wohnhäuser.

Der zweite Lockdown in Österreich hat auch Auswirkungen auf die Lebenshilfe OÖ, die mit knapp 2.000 betreuten Menschen mit Beeinträchtigung in rund 70 Einrichtungen der größte Träger der Behindertenarbeit in Oberösterreich ist. Die Werkstätten bleiben grundsätzlich geöffnet. Aufgrund der stark steigenden Corona-Neuinfektionszahlen werden aber alle ersucht, ihre Angehörigen bis zum Ende des Lockdowns zu Hause zu begleiten.„Wir sind für alle da, die Begleitung brauchen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus“, sagt Geschäftsführer Gerhard Scheinast. Der Geschäftsführer ist froh, dass die Werkstätten im Gegensatz zum ersten Lockdown für jene geöffnet bleiben, die aus beruflichen oder persönlichen Gründen die Begleitung tagsüber nicht leisten können.

Umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept

Die Wohnhäuser sind natürlich uneingeschränkt im Betrieb. Besuche von Angehörigen in den Einrichtungen müssen gemäß Bundesverordnung auf eine*n Besucher*in pro Bewohner*in pro Woche eingeschränkt werden. Es wurde bereits im Frühling ein umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet. Mitarbeiter*innen tragen beim gesamten Dienst im Wohnhaus durchgehend FFP2-Schutzmasken. Beim Kontakt mit positiv getesteten Personen wird in voller Schutzausrüstung gearbeitet. „Das An- und Ausziehen ist eine aufwendige Prozedur und man kommt in den Anzügen ordentlich ins Schwitzen“, erzählt eine Mitarbeiterin.

Bewohner*innen arbeiten im Homeoffice

Die rund 1.500 Mitarbeiter*innen leisten täglich Großartiges. Sie arbeiten seit März in einer Anspannungssituation. Über den Sommer war kurz Zeit, die Energiereserven wieder aufzuladen, aber jetzt sind alle wieder voll gefordert. Mit Beginn des massiven Anstiegs der Corona-Neuinfektionen Mitte Oktober gab es die ersten positiven Fälle in einzelnen Einrichtungen. Der überwiegende Teil der Erkrankten hat Gott sei Dank nur relativ leichte Krankheitsverläufe und kann in seinem Zuhause im Wohnhaus begleitet werden – das ist aber eine riesige Herausforderung. „Als großer Träger mit einem entsprechenden Mitarbeiter*innenpool fällt es uns aber leichter als anderen“, sagt Scheinast. Dem Geschäftsführer ist bewusst, dass den Mitarbeiter*innen dabei viel Flexibilität abverlangt wird und er zollt ihnen dafür großen Respekt: „Es gibt einen extremen Zusammenhalt, Mitarbeiter*innen springen spontan ein und übernehmen Dienste der Kolleg*innen.“

Mitarbeiter*innen von Werkstätten helfen aktuell in den Wohnhäusern aus und bringen teilweise für die Bewohner*innen auch Arbeit mit. In Wohnhäusern werden Räume zu Arbeitsräumen umfunktioniert und die Bewohner*innen arbeiten „im Homeoffice“. Denn gerade in Zeiten, wo jeder sehr wenig Freiraum hat und Bewegung nur sehr eingeschränkt möglich ist, gibt Arbeit Sicherheit und stärkt die Menschen mit Beeinträchtigung in dieser herausfordernden Zeit.

Quelle: Lebenshilfe OÖ  //  Fotocredit: ©Lebenshilfe OÖ  

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