Digitalisierung der Jagdgebiete Oberösterreichs

Digitalisierung der Jagdgebiete Oberösterreichs

Bezirkshauptfrau von Ried und aktive Jägerin Mag.a Yvonne Weidenholzer und Landesrat Max Hiegelsberger erwarten sich viele Vorteile durch die Digitalisierung der Jagdgebiete

Der Oö. Landesforstdienst arbeitet im Auftrag von Landesrat Max Hiegelsberger an der Digitalisierung der Jagdgebiete Oberösterreichs. Das Projekt, das im Testbezirk Urfahr-Umgebung gestartet wurde und nun auf weitere Bezirke wie Ried ausgerollt wird, bietet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten mit Mehrfachnutzen für die beteiligten Nutzer:
•    Erleichterte Jagdgebietsfeststellungen für Jagdausübungsberechtigte 
•    Unterstützung für Jagdbehörden bei den Bezirkshauptmannschaften
•    Schnellere Verständigung von Jäger/innen bei Wildunfällen durch Zentrale der Landespolizeidirektion
•    Vorbereitung auf eventuelle Maßnahmen gegen Bedrohungen wie die Afrikanische Schweinpest
„Besonderes Augenmerk wurde bei der Erarbeitung der digitalen Jagdgebiete auf die Nutzung und Adaptierung der bestehenden Infrastruktur gelegt. Die Jagdgebiete werden derzeit vom Landesforstdienst digitalisiert und stehen in Zukunft über den Planschrank des Landes OÖ im DORIS zur Verfügung. Die digitale Karte soll künftig mit Kontaktdaten und Gebietszuständigkeiten auch bei Wildunfällen schnell weiterhelfen. Diese Kontaktdaten werden von den Jagdausübungsberechtigten selbstständig gewartet und verursachen daher keinen zusätzliche Aufwand bei den Jagdbehörden“, erläutert der Jagdreferent des Landes Oberösterreich, Max Hiegelsberger. Die Anwendung im DORIS wird im Jahr 2022 onlinegehen.

Schnelle Meldung von Wildunfällen
Die nachstehende schematische Darstellung (Abbildung 1) veranschaulicht den geplanten Ablauf bei einer Wildunfallsmeldung. 

Abbildung 1: Kommunikationsablauf bei einer Wildunfallsmeldung (Quelle: Eigene Darstellung)
Eine Bürgerin meldet bei der Zentralstelle der Landespolizeidirektion einen Wildunfall. Die diensthabende Person kann dann durch Abfrage im DORIS das zuständige Jagdgebiet und aufgrund der Verlinkung mit der Datenbank auch die entsprechende Telefonnummer eruieren und Zuständige des betroffenen Jagdgebietes möglichst rasch verständigen. 

Wichtiges Werkzeug im Seuchenfall
Die Ausbreitung von Tierseuchen und damit einhergehende Sperrgebietsregelungen können auch jagdliche Auflagen und Maßnahmen in den Jagdgebieten erforderlich machen (z.B.: ASP Afrikanische Schweinepest). „Wir bereiten uns auf allen Ebenen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest oder ähnlicher Tierkrankheiten vor. Digital verfügbare Karten und Daten zu den Jagdgebieten ermöglichen eine schnellere Reaktion. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist das Projekt »Digitalisierung der Jagdgebiete Oberösterreichs« sehr sinnvoll und vorausschauend“, so Hiegelsberger abschließend.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Land OÖ/Peter Schmidt

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