Der Preis der Freiwilligkeit ist unbezahlbar - OÖ. Rotes Kreuz zieht Bilanz nach mehr als 600 Tagen Corona-Einsatz

Der Preis der Freiwilligkeit ist unbezahlbar - OÖ. Rotes Kreuz zieht Bilanz nach mehr als 600 Tagen Corona-Einsatz

Impfen, testen, telefonieren, transportieren: Seit Ende Februar 2020 stehen täglich hunderte Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes im Corona-Einsatz

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die mehr als 24.000 Mitarbeiter unermüdlich für die Menschen im Einsatz. Unter enormem Zeit- und Erwartungsdruck entwickeln sie systemrelevante Dienstleistungen und leisten pro Jahr mehr als 3,1 Millionen freiwillige Stunden. Sie stellen notwendige Leistungen sicher, die es sonst nicht geben würde - darauf macht das OÖ. Rote Kreuz zum Welttag der Freiwilligkeit (5. Dezember) aufmerksam.

Sie koordinieren und unterstützen die Corona-Schutzimpfungen, führen behördlich angeordnete PCR-Testungen durch und transportieren am Virus erkrankte Personen sicher und rasch in die Spitäler. „Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie leisten unsere Mitarbeiter außergewöhnliches und gehen oft weit über ihre Belastungsgrenzen hinaus“, bringt es OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter auf den Punkt. Dank ihres Engagements zählt das OÖ. Rote Kreuz auf einen großen Rückhalt in der Bevölkerung.

  • Rund 300 Mitarbeiter stehen pro Werktag im Einsatz, um die Pandemie bestmöglich zu bewältigen. Auch am Wochenende sind viele von ihnen zur Stelle, um zu helfen.
  • Das OÖ. Rote Kreuz betreibt landesweit 18 Impfstellen, beteiligt sich bei Popup-Impfstandorten, Impfbussen und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Krisenbewältigung. Das Jugendrotkreuz unterstützt die Umgestaltung der Impfstraßen, damit Kinderimpfungen in einer möglichst angenehmen Umgebung stattfinden können.
  • Derzeit betreibt die Hilfsorganisation landesweit 15 Drive-In Teststationen und 19 Mobile Teams, um behördlich angeordnete Corona-Tests durchzuführen
  • Im Vergleich zu 2020 stieg die Zahl der Krankentransporte in diesem Jahr um mehr als 10 Prozent und liegt derzeit bei etwa 494.000.
  • Im Durchschnitt transportiert das OÖ. Rote Kreuz täglich rund 130 Personen, die möglicherweise oder tatsächlich an Covid19 erkrankten sicher ins nächstgelegene Spital. Seit 1. November 2021 wurden rund 4.000 Covid-Patienten transportiert.
  • Die Mitarbeiter der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 gelten als zentrale Anlaufstelle in der Corona-Pandemie. Die Zahl der Anrufe seit 1. November 2021 liegt bei 224.000.
  • Das OÖ. Rote Kreuz stellt die Technische Einsatzleitung im Landeskrisenstab OÖ und ist damit Teil des Koordinationsteams Covid-19.

Coronabedingte Ausnahmesituation wurde zum herausfordernden Alltag
„Das gute Zusammenspiel verschiedenster Sparten und Leistungsbereiche innerhalb unserer Organisation ermöglicht rasche Hilfe in schwierigen Zeiten“, erklärt der Rotkreuz-Präsident. Dazu zählen die überdurchschnittliche und selbstverständliche Unterstützung mit Personal, Expertisen und Erfahrungen aus den verschiedensten Fachbereichen. Corona betrifft auch das Jugendrotkreuz, die freiwilligen sozialen Dienste, die Blutzentrale, die Mobile Pflege oder das Abhalten und Organisieren von Erste-Hilfe-Kursen. Kurzfristige coronabedingte Ausnahmesituationen wurden zur Routine.

Geld, Zeit- und Blutspender verdienen stärkere gesellschaftliche Anerkennung
In Krisenzeiten gewinnt gemeinnütziges, zivilgesellschaftliches Engagement massiv an Bedeutung – mehr als 22.000 Menschen engagieren sich freiwillig im OÖ. Roten Kreuz. „Dank des überdurchschnittlichen Engagements unserer Zeit-, Geld- und Blutspender können wir Verantwortung übernehmen“, meint Aichinger und fordert, Stellenwert und Wertschätzung für freiwilliges Engagement weiter zu stärken. Egal, ob im Rettungsdienst, den freiwilligen sozialen Diensten, in der Jugendarbeit oder in den vielen weiteren Bereichen. Menschen, die sich freiwillig engagieren, finden Sinn und Spaß in ihrem Leben, sammeln Erfahrungen und schließen neue Freundschaften. Mehr: www.passende-jacke.at

Quelle: Christian Hartl Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband OÖ Pressesprecher  //  Fotocredit: OÖRK/Schipke
 

 

 

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