Blaulichtorganisationen üben den Ernstfall in Tulln

Blaulichtorganisationen üben den Ernstfall in Tulln

Über 280 Bedienstete von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Ordnungsdienst übten gemeinsam am 24. Mai 2022 in Tulln, Niederösterreich, lebensbedrohliche Einsatzlagen, bei denen alle Blaulichtorganisationen gleichsam gefordert waren

Ein Massenverkehrsunfall ereignet sich in Tulln an der Donau, ein brennendes Fahrzeug und mehrere Verletzte werden gemeldet. Dutzende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei, des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und des Ordnungsdienstes fahren mit Blaulicht und Folgetonhorn zum Ort des Geschehens. Am Unfallort eröffnen zwei Personen unvermittelt das Feuer auf die eintreffenden Helferinnen und Helfer, das Szenario entwickelt sich plötzlich von einem Rettungseinsatz zu einer lebensgefährlichen Situation für alle Beteiligten. So wurde das Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen im Extremfall am 24. Mai 2022 in Niederösterreich geübt.

Bewältigung einer gefährlichen, dynamischen Situation
Bei der groß angelegten Übung wurde auf folgende Aspekte besonderer Wert gelegt:
• Das Erkennen und Bewältigen einer größeren Schadenslage, wie einem Massenverkehrsunfall, im Zusammenwirken aller Kräfte und
• die Reaktion auf eine erzwungene Änderung der Situation sowie Neubeurteilung der Lage und die Bewältigung der neuen Lage anhand der für den Bereich "Lebensbedrohliche Einsatzlagen" vorgesehenen Konzepte.

Unter Einbindung der Spezialeinheiten WEGA und COBRA sowie einer Raumschutz-Einheit, bestehend aus Ordnungsdiensttrainerinnen und -trainern aus allen Bundesländern, wurde außerdem die sogenannte "Korridorarbeit" geübt. Bei diesem Konzept geht es darum, in einer lebensbedrohlichen Lage einen gesicherten Korridor zum Einsatzort einzurichten. Über diesen Korridor können dann Zivilpersonen gerettet und an das Rote Kreuz übergeben werden.

Hunderte Teilnehmende üben im engen Verbund
Beteiligt waren insgesamt etwa 285 Personen, davon waren über 90 Darsteller, ca. 45 Übungsleiter, Schiedsrichter, Beobachter etc. und knapp 150 Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Die kooperative Übung zwischen Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz wurde am Areal des niederösterreichischen Feuerwehr- und Sicherheitszentrums in Tulln durchgeführt.

Die Aufteilung der Einsatzkräfte war wie folgt:

LPD NÖ: 27
EKO COBRA: 30
WEGA: 9
Feuerwehr: 17
NÖRK: 40
Raumschutz: 25

Bei den Darstellerinnen und Darstellern handelte es sich um jeweils zwei Klassen der Polizeigrundausbildung aus Wien und Ybbs.

Quelle: BMI  //  Fotocredit: ©  LPD NÖ/Anna Schober

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