ASVÖ-KING OF THE LAKE 2021

ASVÖ-KING OF THE LAKE 2021

Ein gnadenloser Kampf um Sekunden, ein neuer Rekord, brennende Beine und glückliche Gesichter – das war der ASVÖ King of the Lake 2021. 

Streckenrekord der neuen „Queen“ und Kämpfe um Sekunden prägen das Zeitfahren am Attersee. 

Als am 18. September der Startschuss zu dem europaweit einzigartigen Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee fiel, galt es für 1.350 Radfahrer aus 26 Nationen ihre beste Zeit rund um den Attersee hinzulegen. Unter ihnen auch Olympiamedaillengewinner Walter Ablinger und Thomas Frühwirth, sowie Race-Across-America-Gewinner Christoph Strasser, aber auch einige Größen der österreichischen und deutschen Zeitfahrszene. Die für den Verkehr gesperrte Strecke bot erneut perfekte Voraussetzungen für Top-Zeiten auf den inzwischen schon legendären 47.2 Kilometern. Zum „King“ powered by Specialized krönte sich erneut der Deutsche Tobias Häckl mit einer Zeit von 0:57:48,12. Mit einem beeindruckenden Streckenrekord von 1:04:55,86 holte sich die Tirolerin Gabriela Erharter den Titel „Queen“ powered by Lenzing AG. Erstmals gekürt wurde mit Maximilian Kabas der erste U23 King powered by Raiffeisen Oberösterreich, der eine Zeit von 0:59:08,54 vorlegte. Der deutsche Profi Julian Braun siegte mit einer Zeit von 0:54:56,32, und darf sich nun, wie schon 2019 und 2020, abermals „Elite King of the Lake“ powered by Garmin nennen. Den Titel im 4er Mannschaftszeitfahren der Amateure powered by Bioracer nahm erneute das Team Melasan Sport (0:59:47,96) mit nach Hause. Als Sieger des 10er Mannschaftszeitfahren powered by Autohaus Eder und Volkswagen ging das Team Mag-nesium Pur mit einer Zeit von 0:59:22,97 hervor.

Auch die mittlerweile 11. Ausgabe des legendären Zeitfahrens um den Attersee war geprägt von beherzten Kämpfen um Meter und Sekunden, brennenden Beinen und einer Stimmung bei Teilnehmern und Besuchern, die ihresgleichen sucht. Am Ende des Tages waren es neben den dem neuen „König“, einer gerührten „Königin“ und einem verdienten „Prinzen“, vor allem die über-glücklichen Gesichter der Teilnehmer, die es mit der berühmten „ASVÖ King of the Lake“ Strecke aufgenommen hatten, die im Gedächtnis bleiben. Zum bereits siebten Mal sorgte die für den Verkehr komplett gesperrte, 47.2 km lange Strecke selbst bei Amateuren für „Profifeeling“ und sicheres Zeitfahren auf höchstem Niveau. Und erneut entwickelte sich die Uferstraße um den See zum Schauplatz wahrer Sekundenkrimis, denn neben Top-Athleten lieferten sich auch ambitionierte Hobbysportler aus 26 Nationen heiße Kämpfe rund um den Salzkammergutsee. Möglich war dies mit Hilfe zahlreicher Helfer und einem Großaufgebot von rund 150 Einsatzkräften aus Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und 20 Motorrad-Marshalls, die gemeinsam mit dem Organisa-tionsteam für die Sicherheit der Teilnehmer sorgten. Das alles bot die optimalen Voraussetzungen für ein Radsportfest der Ext-raklasse, dem auch strenge Sicherheitsvorkehrungen zur Einhaltung der bundesweiten Covid19 Vorgaben keinen Abbruch leisten konnten. Insgesamt kämpften 1.350 Radsportler bei perfekten Bedingungen um die begehrten Plätze am Thron. Ein äußerst stark besetztes Starterfeld, darunter Extrem-Radfahrer Christoph Strasser, die beiden Olympiamedaillen-Gewinner Walter Ablin-ger und Thomas Frühwirth, aber auch Elitefahrer wie Julian Braun oder etwa Ex-„King“ Johannes Hirschbichler zeigte einmal mehr die Klasse und Beliebtheit der Radveranstaltung.

Um 13.00 Uhr fiel der Startschuss in Schörfling am Attersee mit dem 10er Mannschaftszeitfahren powered by Autohaus Eder und Volkswagen. 14 Teams bolzten dabei gleich einmal zu Beginn mit beeindruckenden Geschwindigkeiten um den See. Als erste Sieger dieser Klasse ging das Team Magnesium Pur mit einer Zeit von 0:59:22,97 vor dem Team Nightriders Linz powered by Sportler.at (1:04:20,66) hervor. 
Danach folgte das 4er Mannschaftszeitfahren powered by Bioracer. Der Titel in dieser Wertung ging heuer nach einem extrem spannenden Duell schlussendlich erneut an das Team Melasan Sport 1. Sie legten mit einer Zeit von 0:59:47,96 vor und setzten sich knapp gegen das deutsche Team SienaGarden Baldiso & friends (0:59:52,42) durch.

Im Einzelzeitfahren der Damen ging erstmal seit mittlerweile sieben Jahren die begehrte Krone der„Queen of the Lake“ powered by Lenzing AG nicht nach Deutschland sondern nach Österreich. Mit einem Streckenrekord und der sensationellen Zeit von 1:04:55,86 pulverisierte die Tirolerin Gabriela Erharter die bisher gefahrenen Damenzeiten. „Bei meinem ersten Antritt gleich am Tron sitzen zu dürfen, war auch für mich eine Überraschung, das hätte ich mir selbst nicht gedacht. Das ist wirklich eine unglaublich tolle Veranstaltung, und es ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich hier mit dabei bin“, zeigt sich die Zillertaler Vize-staatsmeisterin im Zeitfahren jetzt schon motiviert für ihren nächsten Antritt am Attersee. Mit über einer Minute Rückstand, aber dennoch einer wahrlich beeindruckenden Zeit von 1:06:32,27 folgte die Lokalmatadorin Barbara Mayer auf Platz zwei. Die beiden Österreicherinnen ließen damit die zweifache „Queen“ Lisa Brömmel aus Deutschland (1:07:01,49) hinter sich, die sich dieses Jahr mit dem dritten Rang begnügen musste. 

Bei den Herren entwickelte sich das Rennen um den ehrenvollen Titel „King of the Lake“ powered by Specialized zu einem wahren Krimi. Mit einer sensationellen Zeit von 0:57:48,12 legte der „Vorjahresking“ Tobias Häckl die Latte schon sehr hoch. Als dann der mehrfache Race-Across-America-Gewinner Christoph Strasser in beeindruckender Manier knapp an ihn ranfuhr und nach 0:57:54,82 das Ziel erreichte, wartete alles mit Spannung auf die nächsten Kontrahenten. Schlussendlich blieb es jedoch bei Häckls Bestzeit und der Deutsche durfte sich über seine zweite Krone am Attersee freuen: “Die Bedingungen waren unglaublich harmonisch, warum ich auch sehr konstant fahren konnte. Und die Stimmung an der Strecke war super, es ist einfach toll, wenn alle paar Kilometer wieder die Zuseher jubeln und einen ins Ziel treiben, das macht dieses Rennen auch so cool. Und ich freu mich einfach so, hier wieder die Krone tragen zu dürfen!“ Der Deutsche Veit Rückert belegte mit einer Zeit von 0:59:50,02 Platz drei. 

Im heurigen Jahr war es auch erstmals an der Jugend, ihre Kraft in den Beinen zu beweisen. Nach einem beherzten Kampf konnte sich der 20-jährige Steirer Maximilian Kabas mit einer Zeit von 0:59:08,54 zum ersten „U23 King“ powered by Raiffeisen Oberösterreich krönen. Er ließ dabei seinen Grazer Teamkollegen Stefan Marbler (0:59:25,19) knapp hinter sich. Auf Platz drei reihte sich der Deutsche Ole Theiler mit einer Zeit von 1:00:14,41 ein.
Im Kampf um den Titel des „Elite King“ powered by Garmin ging es so richtig heiß her. Die Nase vorne hatte dann, wie schon in den beiden Vorjahren, erneut der Deutsche Profi Julian Braun. Mit einer Spitzen-Fahrt, und der sensationellen Zeit von 0:54:56,32 schnappte er sich wieder die begehrte Krone. Im Kampf um Platz zwei ging schlussendlich Rainer Kepplinger (0:57:10,31) als Sieger vor dem ehemaligen „King“ Johannes Hirschbichler (0:57:57,73) hervor.

 

Auch die beiden Olympia-Medaillen-Gewinner Thomas Jungwirth und Walter Ablinger ließen es sich nicht nehmen und gaben sie die Ehre am Attersee. Ablinger, der sich vorgenommen hatte, die 40kmh-Durchschnittsmarke zu knacken, zeigte sich begeistert vom ASVÖ King of the Lake: 

Wir freuen uns so, dass wir hier dabei sein durften. Inklusion ist einfach so wichtig, und das wird hier bei dieser Veranstaltung auch gelebt. Meine Zeit ist zwar noch ausbaufähig, aber ich bin sehr froh, dass ich nach dem Empfangs- und Ehrungsmarathon nach Olympia, trotzdem eine gute Zeit hinlegen konnte.

 

Trotz Covid19-bedingter Sicherheitsmaßnahmen, entwickelte sich die 11. Ausgabe des beliebten Zeitfahrens zu einem wahren Radsportfest, das sichtlich von allen Teilnehmern genossen wurde. Um auch Fans und Interessierten von zu Hause aus, die Chance zu bieten, „live“ mit dabei zu sein, gab es erneut einen moderierten Livestream powered by Specialized. Die Organisatoren zeigten sich sehr glücklich mit dem ASVÖ King of the Lake 2021 und der einzigartigen Stimmung und Motivation, die den Event zu einem besonderen Radsportfest machte. „

Es war ein toller Tag hier am Attersee, mit sportlichen Highlights, die das Rennen unglaublich spannend gemacht haben. Und dank der umfassenden Sicherheitsvorkehrungen und Disziplin aller Beteilig-ten, war es möglich einen ASVÖ King of the Lake zu veranstalten, dem es an nichts gefehlt hat und der sowohl für Teilnehmer als auch Zuseher ein wahres Radsportfest war“, zeigt sich Organisator Erwin Mayer vom veranstaltenden Radsportverein Atterbiker.at erfreut über den ASVÖ King of the Lake 2021.

 

Quelle: Copyright © ASVÖ KIng of the Lake, All rights reserved.
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Titelbild: ©Helmut Klein

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