Arbeitsmarktpolitischer WK-Erfolg: Ältere Mitarbeiterwerden für Betriebe leistbarer

Arbeitsmarktpolitischer WK-Erfolg: Ältere Mitarbeiterwerden für Betriebe leistbarer

WKOÖ-Präsidentin Hummer - Grundvernünftige Maßnahme der Regierung

Ältere Mitarbeiter sind aus den oberösterreichischen Betrieben nicht wegzudenken: Mit Ihrer Er­fahrung, Loyalität und Vorbildfunktion sind sie ein wesentlicher und unverzichtbarer Erfolgsfaktor in vielen Unternehmen. Noch nie waren so viele über 55-jährige Personen in Oberösterreichs Betrieben wie heute beschäftigt, was die hohe Wertschätzung für die ältere Generation belegt.

Ein Wermutstropfen bei der Beschäftigung Älterer sind aber nach wie vor die hohen Kosten, die den Betrieben – vor allem aufgrund des sogenannten Senioritätsprinzips – entstehen. Darunter ver­steht man Lohn- und Gehaltssteigerungen, die alleine aufgrund des Alters erfolgen. Wie dringend der Handlungsbedarf hier ist, zeigt eine neue Studie der EU-Kommission, die Österreich in diesem Bereich kein besonders gutes Zeugnis ausstellt: Bei einem Einkommensvergleich der über 60-Jährigen mit den unter 30-Jährigen liegt Österreich innerhalb der EU nur auf Platz 22. Die Gehalts-Schere zwischen Jung und Alt geht also in Österreich besonders weit auseinander.

Die WKO Oberösterreich fordert daher schon länger, die Lebenseinkommenskurve flacher („am Anfang mehr, am Ende weniger, unterm Strich gleich viel“) zu machen. Damit ältere Mitarbeiter für die Betriebe leistbarer werden, hat die WK darüber hinaus den Ausbau der Eingliederungsbeihilfe (= Lohnzuschuss für ältere Arbeitslose) verlangt und sich zudem für eine radikale Senkung der Lohnnebenkosten bei Personen 55+ ausgesprochen.

Exakt diesen Vorschlag hat nun die Bundesregierung erfreulicherweise aufgegriffen und speziell für die Altersgruppe 50+ zusätzliche 50 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. „Das ist grundvernünftig, weil damit Jobaufnahmen statt Arbeitslosigkeit finanziert werden, was einen wirksamen Beitrag zur Arbeitskräftesicherung darstellt“, begrüßt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer diese arbeitsmarktpolitische Initiative. In einem zweiten Schritt sollten laut Hummer die Lohnnebenkosten für diese Mitarbeitergruppe spürbar gesenkt werden, denn davon profitieren Betriebe, Betroffene und der Staat gleichermaßen.
Quelle: WKOÖ  //  Fotocredit: WKOÖ, ©Maybach

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Neue Investitionsprämie ist der erhoffte Rückenwind für Oberösterreichs Wirtschaft

12. 08. 2020 | Wirtschaft

Neue Investitionsprämie ist der erhoffte Rückenwind für Oberösterreichs Wirtschaft

„Mit einem Fördervolumen von mindestens einer Milliarde Euro ist die Investitionsprämie eine weitere zentrale Maßnahme der Bundesregierung, um die Wir...

Gutes Fahrgastergebnis bei OÖ. Regionalbahnen

07. 08. 2020 | Wirtschaft

Gutes Fahrgastergebnis bei OÖ. Regionalbahnen

Die Rettung der Regionalbahnen macht sich bezahlt. Im vergangenen Jahr waren 3,2 Millionen Fahrgäste mit den privaten oö. Regionalbahnen unterwegs. Mit der...

Verlängerung der Kurzarbeit sichert Standort und Beschäftigung nachhaltig ab

02. 08. 2020 | Wirtschaft

Verlängerung der Kurzarbeit sichert Standort und Beschäftigung nachhaltig ab

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Trotz aller Herausforderungen sind wir auf einem guten Weg, diese Krise mit vereinten Kräften zu überwinden!“

Oberösterreich wieder stark machen

17. 07. 2020 | Wirtschaft

Oberösterreich wieder stark machen

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „Regional und nachhaltig sind wichtige Bausteine der Energiezukunft, die im Bezirk Vöcklabruck schon ...

Landesrat Achleitner: Home-Office braucht IT-Security

16. 07. 2020 | Wirtschaft

Landesrat Achleitner: Home-Office braucht IT-Security

Im Bild v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner mit Gerhard Eschelbeck, ehemaliger IT-Security bei Google, der jetzt seine Kontakte und sein Wissen a...