Alles gut bedacht!?

Alles gut bedacht!?

Eine der wichtigsten Kletterregeln lautet: "Schütze Kopf und Körper!"Grund genug, euch in unserer Ausrüstungs Rubrik über Kletterhelme zu informieren und euch einen Kauf Tipp zu geben.

Nicht umsonst lautet eine der wichtigsten Kletterregeln: "Schütze Kopf und Körper!". Denn beim Klettern ist der exponierte Kopf einer der verwundbarsten Körperteile überhaupt. Und dies nicht immer durch den klassischen Steinschlag.

Deshalb wollen wir euch im Folgenden die Gefahrenpotentiale vor Augen führen bei denen Kletterhelme einfach ein obligatorischer Schutz sind.

Gefahrenquelle Sturz

Einer der häufigsten Ursachen weshalb Kletterer eine Kopfverletzung davon tragen, sind Stürze. Denn bei einem Sturz können gleich mehrere Szenarien eintreten.

  • Einfädeln mit einem Bein hinter dem Seil --> es dreht den Kletterer "auf den Kopf" und man kann mit dem Hinterkopf "einschlagen"
  • Pendelsturz --> man wird beim "Auffangen" seitlich gegen den Fels geschleudert
  • sehr weite Stürze im flachen Gelände --> man kann am Fels direkt aufschlagen
  • "harte" Stürze --> man schlägt mit dem Gesicht bei der Gegenbewegung nach dem Auffangen nach vorne in den Fels ein

Klassischer "Steinschlag"

"Na net"!, werden sich jetzt viele denken. Aber vom Prinzip her fallen mehr Dinge in diese Kategorie als ihr zuerst glauben möchtet. Nämlich auch vermehrt Handies und auch die Kletterausrüstung selbst.

Vor allem in Kletterhallen tragen sich immer mehr Handy Abstürze zu und auch in Klettergärten kommen sie vor.

Unerfahrene Kletterer

Für unerfahrene Kletterer ist es sehr schwer, beim Klettern oder Ablassen die Balance zu halten. Manchmal kippen die Beine weg und sie fallen seitlich um. Ein anderes mal rutschen die Füße weg und sie kippen nach vor. Auch hier ist ein Helm ein enorm wichtiger Schutz gegen Verletzungen.

Welche Kletterhelme gibt es?

Klassischer Weise werden die Helm Typen in drei Kategorien eingeteilt. Diese kommen von der Bauweise bzw. den Bau Technoligien der Helme selbst. Im Folgenden stellen wir sie vor.

Hartschalenhelme

Das ist die "klassische" Helm Form. In einem dicken und harten Kunststoff steckt ein Tragesystem aus weichem Material mit einem Verstellmechanismus. Das können Bandmaterialien oder auch Leder Elemente sein.

Ein Klassiker unter diesem Modelltyp ist der Edelrid Zodiac oder der Stubai Fuse light.

Vorteil: sehr günstig, sehr gut bei Steinschlag;
Nachteil: etwas schwerer, nicht so gut bei seitlichem Aufprall;

In-Mold Kletterhelme

Dieser Helm Typ besteht aus einer dünnen Polycarbonathülle in welche ein Schaumstoff eingespritzt wird. 

Klassische Vertreter dieses Typs ist z.B. der Stubai Nimbus.

Vorteile: Leicht und sehr gut bei seitlichem Aufprall

Nachteile: teurer und empfindlich auf Scherkräfte (wie z.B. Drauf-Sitzen!)

Hybrid Kletterhelme

Sie sind eine Mischung aus Hartschale und In-Mold System. D.h. sie sind noch relativ leicht, halten aber viel aus und sind vielseitig.

Klassische Vertreter sind der Edelrid Kid´s Shield oder der Edelrid Shield 2.  

Quelle, Fotocredit: Gerhard Schaar

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