1.Oktober - Internationaler Tag der Älteren

1.Oktober - Internationaler Tag der Älteren

Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer: „Es braucht einen neuen Blick auf die neuen Alten!“

„Der internationale Tag der Älteren, der immer noch im Schatten anderer Jahrestage wie zum Beispiel dem internationalen Frauentag steht, sollte dazu genutzt werden, einen neuen Blick auf die ältere Generation unseres Landes zu werfen“, betont Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Pühringer.

Dieser Tag braucht auch in der Gesellschaft eine neue Bedeutung und soll den Stellenwert der Älteren für die Gemeinschaft ins Bewusstsein rufen.

Wer heute Senioren sagt und denkt, muss einen Paradigmenwechsel zur Kenntnis nehmen. Zum einen sind Senioren eine riesengroße Gruppe geworden, denn die durchschnittliche Pensionsdauer liegt nicht mehr bei 6,5 Jahren, wie im Jahr 1975, sondern hat sich bis heute mit rund 24 Jahren fast vervierfacht.

Insbesondere braucht das Bild der Senioren, das in der Öffentlichkeit gezeichnet wird, eine starke Korrektur.

„Die Senioren von heute sind nicht nur die Hochbetagten, auch wenn wir Gott sei Dank immer älter werden. Als Interessengemeinschaft ist es unsere Aufgabe, uns um die gesamte Gruppe von 375.000 Menschen, die der Generation 60+ angehören, zu kümmern“, weisen Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner auf das große Spektrum der Seniorenpolitik hin.

„Wir sind nicht nur die Entenfütterer am See, jene, die Wartezimmer der Ärzte unnötig belagern oder jene, die den ganzen Tag über die Krankheiten jammern. Die große Mehrzahl der Senioren will am gesellschaftlichen Leben teilhaben und es aktiv mitgestalten.“

Den über 85-Jährigen, die in Oberösterreich mit etwa 31.900 beziffert sind, stehen die jüngeren Seniorinnen und Senioren zwischen 60 und 75 mit 247.000 sowie die 76 bis 85-Jährigen mit 96.000 Personen gegenüber.

Sie sind als Leistungsträgerer unserer Gemeinschaft für viele Bereiche sehr wichtig, egal ob zur Kinderbetreuung, zur Nachbarschaftshilfe, verschiedener Ehrenamtsfunktionen in den Vereinen oder in der häuslichen Pflege, ihr Beitrag für das gesellschaftliche Leben ist unentbehrlich. Mehr als 60% der Pflege in den Familien wird von den 60 bis 75-Jährigen geleistet - diese Leistung ist unbezahlbar.

Anlässlich des Internationalen Tags der Älteren erinnern Pühringer und Ebner, dass die Agenda der Seniorenpolitik ganz besonders lang ist, nur um die wichtigsten aktuellen Themen zu nennen, mit denen sich der OÖ Seniorenbund derzeit auseinandersetzt:

 

  • Ausbildung der Pflegekräfte, 24-Stunden-Pflege, Unterstützung der pflegenden Angehörigen
  • Ärztliche Versorgung in Zeiten des Mangelns niedergelassener Ärzte; gerade für Senioren ist die ärztliche Nahversorgung unabdingbar
  • Einsamkeit, die Vereinsamung der älteren Generation stoppen
  • Förderung digitaler Kompetenzen – zu einem Mindestmaß an digitaler Kompetenz verhelfen
  • Altersdiskriminierung, insbesondere bei Bankgeschäften und Zahlungsverkehr
  • Gesamtproblematik aktive Sterbehilfe
  • Mobilitätsproblematik – Seniorenticket bei 1-2-3 Ticket
  • Neues Wohnen – altersgerechtes Wohnen, Schaffung von Senioren WGs
  • Sicherheit in den und um die eigenen vier Wände

 

Um die Interessen der Senioren kräftig und wirksam zu vertreten, verlangt der OÖ Seniorenbund von der ÖVP, dass sowohl im Landtag als auch in allen oberösterreichischen Gemeinderäten Seniorenvertreter einziehen. „Denn es ist ein entscheidender Unterschied, ob ein Seniorenproblem aus dem Blickwinkel eines 40-Jährigen oder eines 60- beziehungsweise 70-Jährigen gesehen wird.“, betonen Pühringer und Ebner.

Anlässlich des Internationalen Tages der Älteren dankt der OÖ Seniorenbund allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in der Senioren- und Sozialarbeit tätig sind, vor allem in den Bereichen der Pflege, Gesundheit und Beratung.

Quelle, Fotocredit: OÖ Seniorenbund

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